Meinen Scubi aus England - vom ersten Entdekcen bis zum Abstellen in die Garage

Von Impreza2002, Dienstag, 9. April 2013, 22:15
Hallo zusammen,


hier mal in gänze notiert, wie ich zu meinen Subaru aus England gekommen bin.
Ich schreibe es Euch in gänze und wenn Ihr es lest, werdet Ihr wissen warum. Viel interessantes drin ;-))


Am 26.02.13 haben mein Sohn und ich bei Autotrade.co.uk unseren Subi entdeckt - die Beschreibung machte einen guten Eindruck - die Bilder waren toll und wir waren auf anhieb verliebt. Er sollte es sein!


Zuvor noch kurz gesagt, das wir in den letzten Wochen vorher bei einigen bekannten Händlern waren und uns Autos angesehen haben. Eine Woche vorher waren
wir bei einem Händler, der mir sehr bekannt war. Als wir im Anschluss nach Hause kamen, fragte meine Frau "und, habt Ihr einen gekauft?"
Das war der eigentliche "Startschuss".


Also wir haben sofort kontakt mit dem Verkäufer über Autotrader aufgenommen - hieß anrufen!
Nachdem die ersten Informationen ausgetauscht und wir uns ein wenig "näher gekommen" waren - verhandelt wir ab sofort per e-mail den Preis!
1 Stunde später waren wir uns einige und wir machten den Deal perfekt.
Da ich am Freitag den 01.03.13 mit meiner Familie nach Kempten zum Unheilig Konzert wollte - klärte ich mit dem Verkäufer Joseph, das ich den Wagen am Donnerstag bei Ihm in England - er wohnt nur wenige Meilen Stansted entfernt - abholen werde.


Meine Frau kam nach Hause und ich berichtete von dem Vorhaben und das wir beide den Wagen abholen wollen. Ich hatte mir ausgedacht, das wir beide ab Weeze mit Ryanair nach Stansted fliegen und zurück fahren. Preis pro Person ca 100 Euro.
Am Mittwoche Morgen machte ich mich direkt an die Reiseplanung und wollte die Flüge buchen - kurze Rücksprache mit meiner Frau - das erste Problem war da. Meine Frau wollte nicht, das ich mit meinen Sohn fliege.
OK - also müssen wir rüber fahren - Sie muss mit fahren und wir fahren mit 2 Autos zürck - ich hatte es doch meinem Sohn versprochen!
Zustimmung kam von meiner Frau und ich habe die Fähre über das Internetprotal "myferrylink" gebucht. Hin- und Rückfahrt mit meinem Auto (Peugeot 5008) inkl. 3 Personen 32,35 Euro. Ein Hammer Preis und sofort per Kreditkarte gebucht!
Laut Plan - Ankunft in Dover 20:15 Uhr, Abfahrt 22:45 Uhr - kurz drüber nach gedacht????? Nicht zu schaffen, denn es sind von Dover bis Standsted ca. 165 km - so ein Mist, das hatte ich nicht berükcsichtigt. Panisch bei der Hotline angerufen. Die nette Dame sagte mir, das eine Umbuchung für 45 Euro möglich sei. Wucher!!!!!!
Rücksprache mit meiner Frau - alles kacke - so geht das nicht! Da wir ja am Freitag bis Kempten (one way von Krefeld 600 km) wollten, entschieden wir gemeinsam, ich hole den Wagen alleine.


OK Entscheidung war gefallen, ich wieder auf die Ryanair Hompage und wollte den Flug buchen 20:45 Uhr ab Weeze Ankunft Stansted 20:50 Uhr - Preis war ja ca. 100 Euro, also alles gut. Ihr werdet es nicht glauben, von Morgens ca. 7:30 Uhr bis ca. 10:00 Uhr wurde die Hompage geändert - Zahlung per American Express war nicht mehr möglich. Also meinen Kumpel angerufen, der hat eine Master Card. Wir haben es fast 1 1/2 Stunden damit probiert. Nichts ging - Buchung Ryanair war nicht möglich.


Also habe ich mich umorientiert! Abflug ab Düsseldorf mit AirBerlin 15:35 Uhr Kosten 215 Euro - Ankunft 15:40 Uhr Stansted. Gebucht - Joseph und meine Frau informiert.
Jetzt noch meinen Chef informiert, das ich den Donnerstag frei haben muss und los geht es. Ach was war denn noch mit der Fährbuchung - wieder die Hotline angerufen.
Aussage am Telefon: Wenn Sie die Hinfahrt nicht antreten - verfällt die Rückfahrt automatisch. Ich kann ja umbuchen.... Kosten sind bekannt.
Ich wollte erst eine einfache Rückfahrt buchen - wußte aber nicht zu welchen Zeitpunt, ich bin ja jetzt schon viel früher in Stansted.
Entscheidung viel wie folgt aus: Scheiss egal - ich versuche einfach vor Ort was zu regeln, wird schon gut gehen.


Gesagt getan: Ich am Donnerstag zur Bank das Geld geholt, nachgezählt und den Auszahlungsbeleg mit genommen und ab in den Flieger nach Stansted - eine Propellermaschine - sau laut und unbequem. Egal freude auf das Auto.
Ankunft Stansted - auf dem Rollfeld mit dem Bus in die Ankunft Halle. Wenn man da rein kommt, denk man die 60er oder 70er Jahre sind wieder da. Teppichboden mit einem Muster aus dieser Zeit und der stinkt - booooaaaaahhhhhh. Egal Freude aufs Auto überwiegt.
Joseph informiert, das ich gelandet bin - er Antwortet das er schon da ist. Treffpunkt ist ein Kaffee am Ausgang.


Nach sehr langen Gängen kommt man zu einer Bahnstation, diese bringt einen dann zum Haupt Terminal.
Lange schlangen und alle Leute werden genauestens begutachtet: Achtung maximale Einfuhr an Bargeld 10.000 Euro.


Also durch den Zoll und mit Joseph getroffen. Er war sehr nett - mein Alter - small Talk und das Auto besichtigt.
Macht einen guten Eindruck - der Lack sieht allerdings nicht so TOP aus, wie auf den Photos. Ist aber egal, der Wagen steht trotzdem TOP dar.
Alles weitere begutachtet und für Gut befunden - Probefahrt!
Ich sollte fahren, was ich dankend abgelehnt habe. Wir fuhren also los bis zum Kassenhäuschen den Parkplatz - Ich sollte bezahlen - ca 30 min. 10 Pfund.
So viel Geld hatte ich nicht übrig, da das Geld ziemlich abgezählt war. Also hat er bezahlt ohne großartig zu murren.


Also nach meiner Empfindung besteht die Region England´s nur aus Kreisverkehren - und das alles gegen den Uhrzeiger - ungewohnt.
Wie gesagt wir fuhren los und er gab auch nach dem warm fahren auch mal "Knallgas" und wir fuhren auf die Autobahn. Wir haben ausgemacht
das er in seinen Ort färht und dort von seiner Frau abgeholt wird. Den Tank hatte er übrigens extra 3/4 Voll getankt, damit ich bis Dover komme.


Auf einem Parkplatz auf der Autobahn haben wir dann die restlichen Formalitäten erledigt.


V5 Papier - sehr wichtig - ist rot / blau und dem deutschen Fahrzeugbrief gleich zu setzen - wenn der nicht vorhanden ist - kein Geld raus geben.
Joseph hatte das alles vorbereitet - auch einen Kaufvertrag - weißes Blatt Papier auf dem Stand, der er Joseph, mir den Wagen ausgehändigt hat?!?!?!
War mir ein wenig dürftig - also habe ich meinen ADAC Kaufvertrag raus geholt und alles eingetragen, was wichtig ist. Hat er auch anstandslos unterschrieben


Er übergab mir alle weiteren Papiere / Rechnungen (Engländer scheinen Jeder Reparatur und Wartungsrechnung auf zu heben) Bedienungsanleitung usw.
Ich sah alles durch und er kontrollierte, ob das Geld in Ordnung ist. Da er mir etwas unsicher erschien, zeigte ich ihm den Auszahlungsbeleg meiner Bank. Diesen Beleg habe ich ihm auch mit gegeben, damit er bei seiner Bank keinen Probleme bekommt. Falls es noch nicht jeder weiss, in Europa gibt es strengere Bar Einzahlungsauflagen (Geldwäschegesetzt) und da sind solche Belege hilfreich.
Als wir dieses alles auf dem Parkplatz durch gezogen haben, wurde er auf einmal ein wenig nervös, da ein VAN hinter uns hielt. Er sagte mir, das es die Kontrolle für die MAUT Plakette ist und er ging rüber. Die Fahrerin winkte Ihn ab, da Sie nur auf einer Landkarte sich nach dem Weg erkundigt hat.
Also super wichtig - wenn Ihr ein Auto dort ab holt oder drüben seit - kümmert Euch um die MAUT Plakette.


Am Dienstag hatte ich mit Joseph ausgemacht, das er den Versicherungsschutz bis einschl. 01.03.13 bestehen läßt und das ich die MOT (Maut Plakete für die Autobahn) behalten darf. Ich bot Ihm an, das ich die Plakete zurück schicke, was ich später auch tat, somit hat er 6 Monate Maut zurück bekommen.


Wir fuhren dann noch ca. 2 km weiter zu seinem Ort und ich setzte Ihn dort ab. Kurze Verabschiedung und los ging es - alles sehr ungewohnt aber machte Spaß. Alles was ander herum und ich mußte mich schon konzentrieren, das alles glatt läuft.
Schnell noch eine 10 MB Flat fürs Internet für 4,95 Euro gebucht uns los ging die Navigation - alles Easy. Dann kann ich an die große Brücke über die Themse - zum Glück hatte mir ein Kumpel gesagt, das ich ca. 2 Pound Maut extra benötige - die hatte ich mir noch von Joseph geben lassen.


Weiter ging es und nach 1:45 Stunde kam ich in Dover an. Direkt an der Einfahrt zum Hafengebiet gibt es ein Kundencenter mit allen Fährlinien - ich habe direkt angehalten und bin dort rein. Alles geschlossen, war ja auch mittlerweile halb acht. Was sollte ich machen, denn eine Weiterfahrt ohne gültiges Ticket ist ausdrücklich untersagt - scheiss egal - mal sehen was passiert.
Also es kam eine Kontrollstelle, die mich einfach durch gewunken hat und ich war im ziemlich großen Hafengebiet. Nun kamen die ganzen Counter der Fährlinien - Hurra meine war auch direkt dabei. Ich führ also an den Schalter und dort begrüßte mich ein jugentlicher, der auf einem Notebook einen Film sah. Ich erklärte Ihm das ich mich bei der Onlinebuchung total vertan habe und das einzige was richtig ist auf dem Ticket, ist der erste Passagier - die anderen Mein Sohn und meine Frau sind nicht dabei und das Auto ist toal falsch.
Er sagte mir, das es kein Problem ist und für 10 Euro sei das schell umgebucht und ich kann die nächste Fähre nehmen - 20:45 Uhr. Ja ist das nicht geil! Billiger und besser geht es nicht. Ich hatte mich natürlich schon nach anderen Überfahrten erkundigt: DFDS 94 Euro one Way usw.


Ich also auf die Fähre, Bilder habe ich ja schon gezeigt und bin rüber gefahren. Fähre war total leer und ich habe dort ein wenig gegegessen, was gar nicht so teuer war.
Ankunft Calais und um ca. 23.30 Uhr - kontrolle von total vermumten Grenzern - die sahen aus wie von der GSG9 - Ausweis gezeigt und weiter ging es. Sprit wurde langsam knapp und ich dachte, such mal lieber in Calais als auf der Autobahn. Ich nach Calais rein und gesucht - weit und breit keinen Tankstelle - also mal vor einem Bowling Center einen jugentlichen gefragt - die Säcke sprechen einfach kein Englisch!
Tankstelle gefunden und getankt - boahh war ich glücklich.


Die nächste Tankstelle auf der Autobahn ware ca. 100 km weit weg gewesen, das hätte ich nicht mehr geschafft. Da Nachts stehen bleiben ist keinen Freude - Küstenautobahn - kein Licht und viel viel Nichts drum herum.


Der Rest der Fahrt war relativ relxed und alles lief nach Plan. Wichtig ist auf jeden Fall, immer Frühezeitig tanken, denn dort sind die Tankstellen ein wenig spärlich "geseht".


Ich war dann gegen 3:30 Uhr zu Hause und der Wagen stand dann glücklich in der Garage.


Das war mein Tripp nach England und zurück. Wirklich sehr interessant und spaßig.