Review: Born to Race

  • Es ist zwar schon eine Weile her aber ich habe vor einiger Zeit mal ein Review für den Film: "Born to Race" begonnen. Warum auch immer habe ich es leider nie zu Ende geschrieben und veröffentlicht.


    Es ist also nicht mehr hochaktuell aber vielleicht hat der ein oder andere den Film ja noch nicht gesehen. Also viel Spaß damit:




    Am 06.10.2011 wird der Film "Born to Race" bei uns für schlappe 13,99EUR im Handel als DVD und BlueRay erhältlich sein und soviel sei vorweggenommen: Dieser Film ist definitiv ein "must see movie" für alle Subaruenthusiasten. Und das nicht nur, weil ein Subaru WRX STI darin die Hauptrolle spielt, sondern vielmehr weil es seit langer Zeit mal wieder ein Film ist, bei dem Autorennen im Vordergrund stehen.


    Nachdem sich die Fast&Furious- Reihe (die erfolgreichste in diesem Genre), der Massentauglichkeit zu liebe, immer mehr von den klassischen illegalen Straßenrennen weg bewegt und die Autos von Film zu Film in ihrer Priorität von erstklassigen Schauspielern und einer immer tiefgründigeren Story abgelöst werden, versorgt der Regisseur und Produzent Ali Afshar die eingefleischten Hardcoreautofreaks endlich mal wieder mit einem Film ala To fast and Furious 1.


    Normalerweise sind Biografien an dieser Stelle recht öde. Dennoch möchte ich den Namen "Ali Afshar" in diesem Review nicht einfach so unkommentiert stehen lassen, da sein Lebenslauf maßgeblich für den Inhalt des Films ist:


    Afshar ist in Kalifornien auf der Ranch seiner Eltern aufgewachsen. Und wie es sich für einen echten Cowboy gehört saß er schon mit 5 Jahren auf Pferden und fuhr Motorradrennen. Auch Wettbewerbe im Break Dance, Fahrrad- Freestyle und Wrestling kennzeichneten seine Jugend.
    Als dieser Draufgänger dann mit 16 Jahren seinen Führerschein machte gewann er auch schon prompt eine High School Challenge im Drag- Racing. Seither verbrachte er fast seine gesamte Freizeit in seinem 1967 Chevrolet Camaro auf dem "Sears Point Raceway".


    Nach der High School beugte er sich zunächst dem Willen seiner Eltern und studierte Medizin doch seine Ambitionen lagen woanders...


    Er trachtete nach Hollywood, doch nach mäßigem schauspielerischem Erfolg gründete er die Firma "Easy Street Motorsports" (bekannt als ESX) welche ihm letztendlich dazu brachte mehr als 7 Jahre für Subaru Amerika zu fahren und ihm zu einem Rennfahrer- Status zu verhelfen.


    Des weiteren wurde ESX zweifacher NHRA National & World Champion, 18-facher NHRA Event Champion, 2005 Rally America Champion (mit Rocket Rally) und Weltrekordhalter.
    Seine Firma baute einen 1400 PS starken Subaru mit Vollcarbon- Chassis. Dieser Subaru hält den Weltrekord als schnellster Subaru der Welt und schafft die 1/4 Meile in 7 Sekunden bei über 280Km/h! (mehr Infos zu dem Monster unter ESXmotorsports.com).
    Spätestens nach diesen Fakten dürfte klar sein, warum der WRX STI in âBorn to Raceâ eine wesentliche Rolle spielt. Liest man Afshars Biographie, so lassen sich einige parallelen zwischen ihm und der Hauptperson Danny Krueger (gespielt von Joseph Cross ) ziehen. Und so liegt die Vermutung nahe, dass Afshar sich bei dem Drehbuch zum Film auch von seiner eigenen Biografie hat inspirieren lassen. Allerdings lassen sich ebenso viele Parallelen vor allem zum dritten (und unbeliebtesten) Teil der Fast& Furious- Reihe ziehen.
    In beiden Filmen geht es um einen jungen 17jährigen Street- Racer, der bei seiner Mutter lebt, weil die Eltern getrennt leben. Beide Filme starten mit einem illegalen Straßenrennen indem die Hauptperson einen Unfall baut - die vorläufige Spitze auf dem Eisberg und der Punkt an dem sich etwas ändern muss. Beide werden zu ihren Vätern geschickt, die weit entfernt leben. Neue Stadt, neue Leute, unbekannte Umgebung in der es sich zu etablieren gilt. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist zerrüttet doch im Laufe des Films finden sie mehr und mehr zueinander. Doch "Born to Race" kann auch mit einem weiteren Konflikt aufwarten. Denn die Väter der beiden Konkurrenten waren ihrerzeit ebenfalls erbitterte Gegner und haben so auch ein gewisses Verständnis für ihre Söhne...


    Ich will auch gar nicht zu viel veraten. Obwohl sich die Story sehr an Tokio Drift anlehnt und das Budget mit Sicherheit bedeutend geringer ausgefallen ist, ist es für mich der bessere Film. Also falls ihr ihn noch nicht gesehen habt, dann kann ich euch nur empfehlen dies nachzuholen;)

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