Wie mache ich den Subaru winterfest(er)?

  • Hallo zusammen,


    ich habe lange schon überlegt ob ich so einen Artikel/Bericht, wie diesen, schreiben soll oder nicht.
    Dagegen sprach/spricht die Tatsache, dass man alle Jahre wieder, immer wieder, nahezu das selbe liest, überall....
    Dafür spricht, dass ich den Winter mag und Schnee für mich, nicht nur Schnee ist. Wenn ich dann noch berücksichtige, dass ich eine "besondere Beziehung" zu Kraftfahrzeugen habe, dann komme ich leider nicht drum herum.


    Also, nun ist es soweit, nun kannst Du Dir auch meinen Wintersenf antun...


    Da jeder unterschiedliche Vorbereitungen trifft, schreibe ich hier nicht, was man tun sollte, sondern was für mich in diesem Winter die Schweden-Wintervorbereitung war.


    Der Reihe nach:
    1. Subaru gesucht
    2. Subaru Impreza gekauft
    3. Den Impreza den Möglichkeiten entsprechend bestmöglich konserviert
    (siehe hierzu: Wasserablauflöcher und Hohlraumkonservierungsplan)
    Mit konservierten Hohlräumen, Unterboden u.s.w. fährt es sich einfach angenehmer über Schnee, Eis und Salz....
    4. Den Impreza mit "bestmöglichen" Winterreifen ausgerüstet
    (195/65 R15, ContiWinterContact TS850, siehe hierzu auch: Bodenfreiheit gewinnen... )
    5. Ölwechsel (inkl. Filter), Benzinfilterwechsel, Luftfilterwechsel, Kühlflüssigkeitswechsel
    6. Teuer heißt nicht immer gut, doch in diesem Fall, wollte ich nichts riskieren.
    So entschied ich mich für sehr hochpreisige Sonax Scheibenenteiser-Produkte und Bosch (Aerotwin) Scheibenwischer
    (welche ersteinmal als Ersatz im Kofferraum verschwanden) und für Osram Nightbreaker Unlimited (welche ebenfalls auf der Ersatzbank landeten)
    7. Die Türgummis, sowie die Gummileiste an der Motorhaube und die Heckklappendichtung wurden mit einem Glycerin-Stift behandelt (funktionierte auch)
    8. Es wurde immer auf saubere Scheiben geachtet. Je sauberer eine Scheibe, desto weniger beschlägt diese im Innenraum und von außen gibt es weniger Kratzer beim "Eiskratzen", wenn die Scheiben sauber sind.
    9. Die Fernbedienung (FFB + Ersatzfernbedienung) bekam eine neue Batterie
    10. Die Klimaanlage wurde in einer Subaru-Werkstatt gewartet.
    11. Fahrer und Beifahrersitz haben im Dezember eine Sitzheizung bekommen
    (siehe hierzu: Sitzheizung nachrüsten beim Impreza 2003)
    12. Die Gummimatten, hätte ich gerne erneuert, doch es gibt keine 100% gut passenden mehr von Subaru... :(
    13. Neben Scheibenenteiserspray, Eiskratzer und Handfeger, wurde noch folgende, weitere (Winter)rausrüstung in den Impreza verfrachtet:


    - 2 paar Winter-Arbeitshandschuhe (für Fahrer und Beifahrer(in))
    - 2 Warnwesten
    - Warnblinkleuchte
    - zwei Taschenlampen
    - Microfasertuch
    - Sandsack mit Streusand
    - Abschleppseil
    - Starthilfekabel
    - Bergeseil (+ zwei Schäkel) (siehe hierzu: Impreza richtig bergen)
    - Klappspaten
    - Lawinenschaufel
    - 2 große Mülltüten (für nasse Schuhe u.s.w.)


    Der Impreza hat sich super geschlagen und sehr gut durchgehalten.
    Auf der Hinfahrt ging es morgens bei -2°C in Schweden los und wurde dann immer kälter, bis auf -26°C


    Als ich für eine Kontrolle des Motors und der Flüssigkeiten, die Motorhaube entriegeln wollte, merkte ich schon beim Ziehen des Entriegelungshebels, dass sich dieser sehr zäh ziehen lies. Der war auch sehr unmotiviert, wieder zurück in seine Ausgangsposition zu gehen. Ich habe anschließend die Motorhaube kaum noch zu bekommen. Die Haube lies sich zunächst nicht ganz einrasten. Ein bisschen (soweit bei den Temperaturen möglich), mit den Fingern an der Mechanik des Schlosses rumgefummelt und dann ging die Haube auch wieder ganz zu.


    Am nächsten Tag, nach ca. 12-13Stunden Auskühlphase, und -21°C sprang der Impreza an, es dauerte aber schon einige Sekunden bis er eher widerwillig seine Arbeit antrat. Die Tür hinter der Beifahrertür ging auf, aber nicht ganz und auch nicht mehr zu. Die Tür blieb auf der ersten "Einraststufe" hängen.
    So ging es dann erstmal mit "halboffener/halbgeschlossener" Tür durch die Kälte. Man hörte es förmlich, wie sich die Gummis, die Fette und Öle und das ganze Auto abquälen.
    In einem schlechteren Wartungszustand, hätte das wirklich unangenehm werden können.


    Also, wenn man eine hohe Erwartungshaltung muss man auch etwas dafür tun.


    Wie wohl überall im Leben ^^

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Kommentare 5

  • Aus aktuellem Anlass: Der Sandsack kommt nicht mehr ins Auto. Der ist zwar reißfest, aber doch leider nicht dicht. Es finden leider immer einzelne Körner den Weg raus. Auch ist ein (kleiner) Sandsack irgendwie zu unhandlich und nicht wirklich für einen "normalen" PKW geeignet. Als nächstes kommt eine Plastik-Waschmittelflasche zum Einsatz. Die ist garantiert dicht und handlicher.
  • Bei Aldi Süd gibt es ab heute runde Warnblinkleuchten für knapp 5€ das Stück.Davon kommen nun zwei in den Impreza. Für den Preis unschlagbar!
  • schöner Beitrag =) und an deiner packliste werde ich mir auch noch das ein oder andere abschauen
  • Genau, hat sich ja auch ausgezahlt. Für die Batt. gibt es wohl auch so Schutzfolien wie für die Frontscheibe, wäre bei solch tiefen Temperaturen sicher auch noch ein nettes Gimmick. Hast vl noch ein paar Bilder von deim Impreza in Schweden?
    • Ich werde bei Zeiten auch noch ein paar Bilder posten. Möchte doch den Winterfoto-Contest gewinnen ;) Bezüglich der Thermo-Batteriehüllen hatte ich mir auch schon einige Gedanken gemacht. Mein persönliches Fazit: Es macht keinen Sinn. Nach 14Std ist die Batterie wohl genau so kalt wie der Rest vom Auto. Wenn der Motor dann aber irgendwann Wärme abgibt, bleibt die Batterie erstmal kalt. Man müsste mal einen Versuchsaufbau machen :)