Es ist endlich uns!

  • Hallo Freunde des horizontalen 4-Takt- Gewerbes!


    Es freut mich euch heute verkünden zu dürfen, dass wir den Kaufpreis gezahlt und das SubaruLAB nun endlich offiziell uns gehört! :thumbup::thumbup::thumbup: Nun kann es volle Kraft voraus losgehen mit den Investitionen und dem weiteren Innenausbau.


    Heute möchte ich mir noch einmal die Zeit nehmen euch auf den aktuellen Stand zu bringen. Seit dem letzten Artikel hat sich wieder einiges getan, auch wenn wir von den eisigen Temperaturen und ohne Strom etwas eingebremst wurden.

    Tür teilweise eingemauert

    Da wir kurzzeitig mal Temperaturen um die 10 Grad hatten, ergab sich ein kleines Zeitfenster um den Sturz und den Türrahmen zumindest teilweise einzumauern. Außerdem haben wir damit angefangen, den Maueransatz der alten Mauer zu verputzen. auch hier fehlt aber noch die abschließende, saubere Deckschicht.




    In der Wand haben wir gleich noch Lehrrohre verlegt, weil wir im Boden noch 2 Lichtspots verbauen wollen.

    Dämmung angeliefert

    Anfang Februar kam dann der erste Spediteur vorgefahren und hat uns die Dämmwolle angeliefert. Diese haben wir jedoch noch nicht verlegt, da wir zunächst die 24 LED-Panels für die Deckenbeleuchtung einbauen und verdrahten wollen. Da dafür einige Löcher in die Decke gebohrt werden müssen, tut man sich ohne Dämmwolle damit deutlich leichter, weshalb wir die Rollen erstmal eingelagert haben.



    Fensterdurchbruch: check!

    Beim letzten Mal habe ich euch ja gesagt, dass wir noch einen Fensterdurchbruch machen wollten, um noch mehr Licht in die Halle zu bekommen.


    Diesen haben wir jetzt auch schon fertig ausgestemmt und auch hier warten wir wieder auf wärmere Temperaturen, um das Ganze verputzen und den Sturz einmauern zu können.



    Wasser und Strom

    Das größte Nadelöhr ist momentan die Tatsache, dass wir noch keinen Strom und kein Wasser haben. Um Bohrhammer und Flex betreiben zu können, haben wir bisher immer einen Notstromer ausleihen müssen. Deshalb war es oberste Priorität, endlich die Medien ins Haus zu bekommen.


    Man muss sich das mal vorstellen: Fast eineinhalb Jahre, also lange vor dem Kauf bin ich schon im Kontakt mit der örtlichen Netzgesellschaft wegen den Hausanschlüssen. Aufgrund von Nichtnutzung des Gebäudes ist vor 3 Jahren das Wasserrohr kaputtgefroren und auch das Stromkabel war plötzlich nicht mehr für eine Nutzungsaufnahme zulässig, nicht einmal für einen vorübergehenden Baustromanschluss.


    Doch als ich dann mit einjährigem Verdienstausfall ankam (immerhin handelt es sich ja um ein Firmengebäude) ging plötzlich alles sehr , sehr schnell.


    Am 15. Februar erhielt ich dann sehr überraschend den Anruf, dass es am Mittwoch der darauf folgenden Woche losgehen solle. Aufgrund eines Wasserrohrbruchs wurde dieser Termin dann aber auf Montag den 26. Februar verschoben.


    Und tatsächlich, nach eineinhalbjährigem Kampf kamen die Arbeiter Montag früh um 8:30Uhr mit schwerem Gerät angerollt. Doch nach einer halben Stunde kommt der Leiter vor Ort zu mir und sagte trocken: "Wir brechen jetzt hier ab, Ihr Nachbar stellt sich quer!"


    Denn der Schacht, der für das neue Rohr und Kabel ausgehoben werden musste, ging auch über das Grundstück unseres Nachbarn. Doch einige Monate zuvor sind wir zu dritt, also mein Nachbar, der Herr von der Netzgesellschaft und ich vor Ort alles durchgegangen. Angeblich müsse vorher ein Leitungsrecht im Grundbuch eingetragen werden. Das Problem: Der Herr von der Netzgesellschaft war krank und sonst wusste keiner Bescheid.


    Also klemmte ich mich wieder hinters Telefon, während die Arbeiter unverrichteter Dinge abrückten. Die Tatsache, dass auch die Absperrungen wieder abbestellt wurden sprach nicht dafür, dass es bald losgehen würde.


    Ich telefonierte also mit dem Chef der Auftragsfirma und machte ihm klar, dass ein entsprechendes Leitungsrecht ja schon bestehen muss, da ja bereits ein altes Rohr liegt. Laut Papierlage war es zwar ein Neuanschluss, aber es lag ja schon ein altes Rohr. Naja, long story short:


    Letztendlich versicherte er mir, dass es am nächsten Tag (Dienstag dem 27.Februar) dann also endlich losginge...


    Sehr zum Leidwesen der Arbeiter, denn dummerweise hatten wir diese Woche ja bekanntlich die kältesten Tage dieses Winters. Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal eine Lanze brechen, für all die vielen Menschen, die durch ihre unscheinbare Arbeit den ganzen Laden der sich Gesellschaft nennt, bei Wind und Wetter am Laufen halten. Denn allein am Dienstag gab es im Raum Bitterfeld- Wolfen zwei Rohrbrüche. Es ist kein Geschenk bei Minus 10 Grad auch noch mit Eiswasser zu hantieren und Schächte auszuheben.


    Für uns ist es selbstverständlich, jederzeit einfach den Wasserhahn aufzudrehen zu können und gerade letzte Woche ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie dankbar man, gerade für die kleinen Dinge im Leben sein muss. Stattdessen ärgern wir uns noch darüber, wenn das Wasser eben mal für ein paar Stunden nicht läuft und pöbeln, wenn die Straße mal wieder gesperrt ist und wir dadurch zu spät zur Arbeit kommen...


    Es wundert nicht, dass auch die Branche mit fehlendem Nachwuchs zu kämpfen hat. Harte Arbeit für vergleichsweise wenig Geld. Die Tatsache, einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft zu leisten scheint längst kein Kriterium mehr bei der Berufswahl zu sein...






    Entsprechend schleppend gingen die Arbeiten nun also voran. Man kann sagen, dass es fast doppelt so lange gedauert hat, den Schacht auszuheben, weil die Erde unter dem Beton durch 50- 60cm Bodenfrost nicht viel leichter zu knacken war, als der Beton darüber.


    Aber auch hier sprechen Bilder mehr als 1000 Worte:





    Also noch einmal großen Respekt an die Jungs von Nirove und wir werden uns im Sommer definitiv noch mal mit einem Grillerchen bei euch erkenntlich zeigen ;)


    Stand jetzt: Die Wasserleitung liegt und der Wasserzähler wurde auch schon installiert. Sobald der Hahn also aufgedreht wird, haben wir endlich fließend Wasser im LAB!


    Die Stromleitung und der Hauptsicherungskasten werden jetzt am Montag installiert und am Mittwoch setzt der Elektriker unseren Sicherungskasten samt Zähler und die erste Steckdose, sodass wir für unseren nächsten Arbeitseinsatz am Wochenende endlich auch Strom haben sollten.;)

    Ein kurzer Ausblick

    Die nächsten Arbeiten für den Monat März sind dann:

    • Im Trockenbau die zwei alten Türen zum Aufenthaltsraum schließen
    • Decke verfugen, streichen, mit LED- Panels versehen und dämmen
    • Die neuen Hallenfenster einbauen
    • Decken im "Sozialtrakt" auf 2,40m abhängen
    • Bei höheren Außentemperaturen den Rest verputzen und den Fenstersturz einmauern

    Es ist geplant, diese Arbeiten dann schon erstmals in Videoform festzuhalten.;)



    Aber für heute soll es das erstmal gewesen sein, ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick ins Geschehen vor Ort geben ;)

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