Permanentes leichtes Klackern

  • Hallo,

    Ich fahre einen GC8 MY99 Japan Import Type-RA.

    Mir ist heute nach einer 1 stündigen Ausfahrt beim Nachlaufen ein leichtes klackern aufgefallen.

    Ich fahre 10W60 und tanke ausschließlich V Power.

    Subi hat 129.000 km gelaufen, zahnriemenwechsel vor 13.000 km.

    Ölwechsel vor 400 km neu.

    Motor ist komplett Serie.


    Kann mir jemand anhand des Geräusches einen Tipp geben?


    Vielen Dank schon mal!

  • Ich würde nicht bei einen Subaru-Serienmotor so dickes Öl fahren.

    Könnte Pleuellagerschaden sein. Ich würde erstmal Keilriemen abmachen und Zahnriemengehäuse dann horchen ob es immer noch ist und wie sich der Zahnriemenspanner verhält. Als nächstes Ventilspiel messen. Wenn das auch ungefähr im Rahmen ist kannste Motor zerlegen.

    "Es ist nicht wichtig wie schnell ein Auto ist, sondern wie ein Auto schnell ist."

  • Hallo, hatte grade noch einmal die Gelegenheit ein Video zu machen.

    Vielen Dank für die Antwort, das sind natürlich keine tollen Nachrichten...

    Soviel ich gehört habe, hört sich ein Pleullagerschaden aber anders an oder?

    Könnten das evtl auch die Einspritzdüsen sein? 🙄


    Vielen Dank... bin auf dem Gebiet eher ein Laie.

  • Bei meinem Pleuellagerschaden war es so, das das Klackern bei einem gewissen Drehzahlbereich lauter geworden ist.

    Das war gut zu hören wenn man die Drehzahl sehr langsam steigert.

    Da gab es einen Bereich etwas über Leerlaufdrehzahl bei dem das richtig laut wurde.

    Im Leerlauf und über diesem Bereich war fast nichts zu hören.


    Das Grundöl in deinem 10W60 halte ich auch für viel zu dick.

    Bei unseren Motoren entstehen die Pleuellagerschäden meist nicht weil extremes Lagerspiel vorhanden ist, sondern weil sich die Lagerschalen im Pleuel verdrehen. Entweder weil die Vorspannung nachgelassen hat (Stichwort: Theoretisches vs. tatsächlichem Lagerspiel), oder weil die Scherkraft zwischen Öl und Lagerschale höher ist als das was die Anpresskraft zwischen Lagerschale und Pleuel halten kann.

    Ein dickes Öl begünstigt das noch mehr weil die scherkräfte noch stärker auf die Lagerschalen wirken.


    Ich habe mittlerweile einige EJ20/EJ25 mit Pleuellagerschäden zerlegt und vermessen.

    Bisher waren immer alle anderen Pleuellager noch in der Toleranz oder nur ganz leicht darüber.

    Meiner Meinung nach spielt die Temperatur da auch eine große Rolle.

    Ich vermute das zu hohe Temperaturen im Lager dafür sorgen, das die Anpresskraft zwischen Lagerschale und Pleuel langsam nachlässt.

    Das würde auch dafür sprechen warum Zylinder 4 meist zuerst betroffen ist.


    Mich würde noch interessieren welches Öl du vor dem letzten Ölwechsel drin hattest.

    Gruß

    central

  • Hallo, vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.

    Seit dem der Wagen 2017 aus Japan gekommen ist, wird der Wagen mit 10w60 gefahren.


    Wie der Zufall es so wollte war ich eben an der Tankstelle und hinter mir tauchte ein Forester auf. War total begeistert von meinem Auto und ich habe Ihn gefragt ob er sich gut auskennt mit den Ej20 Motoren. Er meinte er baut sie aus, auf und wieder ein...

    Naja Ende von Lied, er hat seinen Wagen angeschmissen und er hörte sich exakt so an wie meiner.

    Hat mir dann gesagt, dass es von ganz leichtem Ventilspiel kommt. Fährt seit 80.000 km so.


    Danke fürs lesen :)

  • Muss ja nicht immer ein Pleuellagerschaden sein ;)

    Trotzdem bist du in einem Bereich von der Laufleistung her wo Pleuellagerschäden häufiger vorkommen.

    Bei getunten oder hoch belasteten Motoren spricht nix dagegen eine Viskositätsstufe nach oben zu gehen.

    Aber bei einem Serienmotor mit 129.000 km und 10W60 würde ich lieber kein Risiko eingehen.

    10W60 in einem Serienmotor hat auch noch andere Nachteile als oben beschrieben.

    Gruß

    central

  • Okay, welches Öl würdest du mir empfehlen?


    Vielen Dank schon mal im Voraus!

    Öl ist oft auch eine Glaubensfrage, deswegen wird auch immer viel diskutiert.

    Es gibt einige gute Öle kommt halt auch auf deine Fahrweise/Nutzung an.


    Z.B. auf https://oil-club.de/ findest du einige gute Empfehlungen.


    Darunter auch das Mannol Elite, Motul 300V und einige mehr.

    Gruß

    central

  • ich fahre jetzt 200.000km nur Mobil 1 Peaklife (heißt es jetzt)

    5w50... gilt sowas schon als Dick oder ist das für den Alltag noch ok mit der 5 Vorweg?


    Ausgewählt habe ich es damals weil das Datenblatt gut aussah von den Daten her. Gewechselt immer Rechtzeitig. Nur einmal etwas drüber (über 15k) mit vorsichtigem Gasfuß.

    Muss sagen das ich damals im Schnitt noch eher Schneller gefahren bin als Heute (letzten paar Jahre)


    Der Wagern hat in seiner vor 100k Zeit 1-2x am Ölfilter seine mehr wie 130° Öl gesehen und nach 100k glaube ich einmal.

    Musste meinen Dad in seinem 3.0TDI 350km nach Berlin folgen im Sommer voll besetzt :pinch: Vollgas ohne Ende. Der Verrbauch lag nachher aber nur 3 Liter über dem TDI ;)

    Habe meine Anzeige so eingestellt das die davor schon Warnlaute von sich gibt.